Sonntag, 7. Juli, Bozeman – Hwy 86 – Hwy 89 – Hwy12 – Hwy 284- Helena , 168 mls

So viele Nummern, so wenig Orte. Wir fahren einen kleinen Umweg und damit endlich wieder „graue“ Strassen. Auf den Landkarten sind die Straßen, die unseren Bundesstrassen entsprechen rot, alles kleiner ist grau. Oder grau-gestrichelt, das heißt dann „unpaved“ – Gott sei Dank ist die Karte da das eine oder andere Mal falsch. Jedenfalls starten wir mit einer grauen, die sich als ausgesprochen nett entpuppt, und uns durch ein Tal zur nächstgrößeren Strasse führt. Vielleicht auch durch einen Ort, jedenfalls ist einer in der Karte eingetragen, allerdings in echt nicht wirklich zu erkennen.

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Die großen Straßen gehen hauptsächlich gerade aus, man kann weit gucken in Montana. Erst am Horizont kommen Berge, dafür auch von denen gleich richtig hohe, zum Teil mit Schnee auf den Spitzen. Rechts und links Vieh, manchmal ein oder zwei Häuser. Eher leer, aber nicht langweilig, eher weit in einer angenehmen Art. Auf einigen der Zaunpfähle sitzen Vögel, meistens Raben, aber es ist auch mindestens ein Raubvogel dabei. Ein anderer fliegt Basti direkt über den Kopf, er ist riesig, ich weiß nicht, wer weniger Schaden nehmen würde, wenn die beiden zusammenstießen. Passiert aber natürlich nicht.

Über die nächste Graue kommen wir an einem Pavillon vorbei und machen da Pause, mit Blick auf den See, an dem wir mit weitem Abstand entlang gefahren sind. Wir können ein paar Boote sehen und hören, aber eigentlich ist es ruhig, wir sind ziemlich alleine hier, der See ist einige Meter unter uns, der Parkplatz bis auf unsere Moppeds leer. Kaum fahren wir um drei Ecken sind wir mitten im Naherholungsgebiet, überall sind Menschen im und am Wasser.

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In Helena suchen wir uns –endlich wieder Mal- ein Motel 6 und fahren von dort aus in die Stadt. Nett, man sieht dem älteren Teil an, dass hier mal richtig Geld gewohnt hat. Schöne Häuser, gut erhalten, liebevoll renoviert. Sogar eine Fußgängerzone gibt’s hier. Wir gucken uns ein bißchen um, ich arbeite mich an einem Milchshake ab. Sehr lecker, wirklich, mit der hier typischen Huckleberry (Heidelbeere) aber so kalt und massig, dass ich ihn kaum durch den Strohhalm kriege. Es ist echte Arbeit, aber die Sonne hilft.

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Viele schöne Kirchen gibt es hier, alle sehr unterschiedlich, die katholischen klassisch, direkt daneben eine hypermoderne, presbyterianisch, und ich sehe auch eine Moschee. Was wir nicht finden, ist das ehemalige Haus des Gouverneurs . Wir probieren es erst zu Fuß –schweißtreibend- dann mit den Moppeds und irgendwo ganz in der Nähe muß es sein. Aber nach dem dritten Ansatz geben wir auf. Wahrscheinlich sind wir direkt daran vorbeigefahren.  Aber für eine Führung sind wir eh zu spät. Überhaupt, für eine amerikanische Stadt, immerhin die Hautstadt von Montana, ist die Innenstadt ziemlich ausgestorben, die meisten Geschäfte sind geschlossen. Sonntag halt. Hurra, das bedeutet auch, dass wir die Woche mit July 4th hinter uns haben und die Motels/Hotels wieder Kapazitäten und vernünftige Preise haben. Happy Birthday, America!

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