Samstag, 20. Juli, Yakima – Yakima Canyon – Leavenworth – Lake Wenatchee – Wenatchee, 173 mls

Irgendwie nicht mein Tag. Beim Packen bricht der Verschluß vom Spanngurt meiner Gepäckrolle ab. Kann man mit Knoten gut Abhilfe schaffen, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass die Rolle lockerer sitzt als sonst. Von der Fahrt durch den Yakima Canyon hatte ich mir mehr erhofft. Erinnert ihr Euch noch an die Iron Butts am Mt. St. Helens, von denen einer vom  Yakima Canyon schwärmte? Hätte er auf Google Earth gesehen, müßte er unbedingt hin? Hm. Ab 80 mph macht das bestimmt Spaß, aber mit all den Gummireifen-beladenen Sonntagsfahrern vor uns … rechts und links braune Hügel, in der Mitte Fluß und ein bißchen  Grün, daneben Schienen und die Straße. Am Ende fragt Basti –ohne zwischendurch angehalten zu haben – „Davon wolltest Du ein Foto?“ Ja, also, irgendwie schon, am Anfang war es etwas steiler oder wenigstens zu dokumentarischen Zwecken. Egal, weiter. Der nächste Stopp ist Liberty, das Hinweisschild beim Rechts-Abbiegen sagt „Historic town“. Die Schilder auf den Grundstücken sagen „No trespassing“. Ein, zwei Bilder mache ich trotzdem, aber willkommen fühle ich mich hier nicht.

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Wir fahren den Hwy 97 rauf, queren einen Pass, danach geht es runter, es wird schneller, ich kann überholen. Basti kommt nicht mit.  Okay, dann bleibe ich hinter der nächsten Kolonne bis er aufgeholt hat. Was er nicht tut. Hm. Auf dem nächsten größeren Parkplatz bleibe ich stehen, er kommt an mir vorbei, hält aber nicht. Hat er mich gesehen? Ich fädele mich wieder ein, kann so überholen, dass ich wieder hinter ihm bin. Das wird er doch wohl wahrnehmen, oder? Ich bin verunsichert.

Wir kommen auf den Hwy 2, er biegt links Richtung Leavenworth ab, so weit so gut. In Leavenworth wollen wir wieder links abbiegen, Basti verliert die Geduld und fährt trotz roter Ampel, ich hinterher. Nicht gut. Dann endlich hält er an, ich habe die Chance zu fragen, was denn los ist. Sauer ist er, weil ich zu schnell war. Hm. Das mag stimmen, ich habe nicht auf den Tacho geguckt. Und es lief grad so schön. Aber Ärger war es nicht wert.

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Leavenworth ist voll, alles ist auf bayrisch gemacht und das scheint die Leute anzuziehen. Naja, wir sind ja auch hier. Wir könnten ganz schnell in Wenatchee sein, da wollen wir übernachten. Oder wir fahren ein Stück Nebenstraße bis rauf zum See Wenatchee und machen da Pause. Klingt gut, aber der See will uns nicht. Wir fahren hübsche Nebenstraßen, aber am Wasser ist alles privat, keine Chance auf eine Pause. Wir rasten schließlich am Straßenrand nur um beim Weiterfahren festzustellen, dass ½ Meile weiter ein State-Park mit Picknick-Area gewesen wäre. Wie gesagt, irgendwie nicht mein Tag.

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Aber jeder Tag hat ein Highlight. Meines ist der Fluß Wenatchee. Er fließt neben dem Hwy 2 her, den wir, jetzt wieder Richtung Leavenworth unterwegs, fahren. Es ist größtenteils Weißwasser. Steine und Wasser sind für mich eine fast unwiderstehliche Kombination. Für Fotos. Zum Gucken. Zum Füße reinhalten. Und ja, Basti hält. Erst mache ein paar Fotos von oben, aber nach kurzem Zögern klettern wir runter ans Wasser. Ich ziehe die Schuhe aus, habe sogar an einen Lappen zum Abtrocknen gedacht und dann fließt kaltes Bergwasser über meine Knöchel. Der Blick den Fluß hinunter ist wunderschön und wenn Basti nicht wie bestellt und nicht abgeholt in der Sonne sitzen würde, ich könnte Stunden hier bleiben, zu viele Fotos vom selben Motiv machen und es mir gut gehen lassen. Wir klettern stattdessen wieder zu den Motorrädern hinauf. Basti verliert kurz das Gleichgewicht, von unten sieht es aus, als ob er gleich fällt, aber es geht alles gut. Das wäre es noch, 7.500 Meilen unfallfrei und sich dann auf einer Böschung die Haxen brechen.

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Der Rest des Weges ist voll und warm. Wenatchee, die Welthauptstadt des Apfels (oder so ähnlich nennen sie sich), ist größer als gedacht, aber nicht wirklich schön. Zumindest nicht der Teil, den wir sehen. Dafür hat das Motel einen Pool und –Wunder, oh Wunder – Basti kommt tatsächlich mit ins Wasser. Was 40°C so alles mit einem Menschen anstellen können.

Das mexikanische Restaurant ist fußläufig, das führt zu Bier und Tequila für Basti und Margarita, Bier und Tequila für mich. Plus leckeres, authentisches Essen. Wir schaffen den Weg nach „Hause“ trotzdem gut. Basti hat sogar noch genug Energie um nach Öl und Luft bei den Moppeds zu gucken.

Basti: Ja, es gibt so Tage da stimmt das Timing einfach nicht. Ich fahre heute mal wieder vor und erkenne mögliche Anhaltepunkte erst wenn ich daran vorbei bin. Immer wenn ich in den Rückspiegel schaue, um zu prüfen ob Rena rechts blinkt um anzuzeigen, daß sie anhalten will sehe ich keinen Blinker und fahre weiter.

Yakima Canyon bin ich vor einem Jahr mal mit Randy gefahren und auch in meiner Erinnerung war er besser als das was wir heute erleben. Auf jeden Fall sollte man ihn Nord-Süd befahren, dann hat man nicht den ganzen Transportverkehr für die Luftmatratzen und Leute vor sich. Ich bin auch nicht wirklich in „Angas-Laune“ heute, sondern eher im Dödelmodus mit Geschwindigkeitsbegrenzung plus 10 unterwegs – im Gegensatz zu Rena. Irgendwann, als ich schneller als 90 mph fahren muß um beim Überholen dranbleiben zu können, gebe ich auf, die Straße hat keine Abzweige also können wir uns nicht wirklich verlieren. Aber auch hier sind bei solchen Spurts keine Fotopausen drin, ich habe das Gefühl wir sind beide etwas „Fotomüde“. Jedes Foto bedeutet anhalten – den Rhythmus unterbrechen – Helm ab, Handschuhe aus, Kamera raus, Bilder machen, wieder anziehen und weiterfahren. Wenn es sehr warm ist und die Haltepunkte keinen Schatten haben ist das schon schweißtreibend und ermüdend. Es sind wieder/immer noch um die 38°C hier, nur auf den Bergen ist es etwas kühler.

P1040860 Sorry, Guido, Leon, Maria und Volker es ist schon wieder deutlich nach 22 Uhr hier also wird es knapp mit Eurer Frühstückslektüre.

2 Gedanken zu „Samstag, 20. Juli, Yakima – Yakima Canyon – Leavenworth – Lake Wenatchee – Wenatchee, 173 mls

  1. KennethAsted

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  2. Maria

    Hallo Ihr beiden,
    Wenn die Berichte zum Frühstück noch nicht da sind, dann steigt die Vorfreude über den Tag. Es gibt Momente im Laufe des Tages, wo man auch gut eine Auszeit braucht 🙂
    Ganz liebe Grüsse und weiterhin eine gute Fahr – oder Eher Tourabschluss
    Maria

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  3. Guido

    Hey , solche Tage gibt es 😉 .
    Und zumal – auch wenn das fies ist euch daran zu erinnern – das „Lotterleben“ bald ein Ende hat, aber ich freue mich euch bald wieder gesund in Bonn zu treffen 😉

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